Suche

News

01.08.2015 Kategorie: Vorsfelde - Gemeinde

„Ich und Gott“

Gott im Urlaub begegnen ist wie ein Energy-Drink

Die Sommerferien sind da. Für Schülerinnen und Schüler und deren Lehrerinnen und Lehrer ein Aufatmen und Zurücklassen von Unterricht, Zeugnissen und Schulstress.
Der Werksurlaub hat begonnen. Eine Pause vom Job, das Vergessen von Anstrengung, Schweiß und Druck am Arbeitsplatz. Endlich Ferien, Sommerurlaub.

Schon lange freuen wir uns darauf. Geradezu sehnsüchtig warten wir auf den Ferienbeginn. Ausspannen, Ausschlafen, ein Buch oder die Tageszeitung mal ganz lesen, freie Zeit, stressfreie Zeit, das tun, was man immer schon wollte, Fahrrad fahren, Baden, Sich-Sonnen, nächtelang fernsehen, mit dem Partner und den Kindern etwas unternehmen. Für die, die in den Urlaub fahren, steht vorher noch das Kofferpacken an oder das Bestücken des Wohnwagens. Dann geht’s los zum „Platz an der Sonne“, dorthin, wo man sich wohlfühlt, wo man schon gute Erfahrungen gemacht hat oder wo man Tolles erleben will. Dorthin, wo man „die Seele baumeln lassen kann“.

Die Seele baumeln lassen? Ja, wenn wir an den Dreiklang von Körper, Geist und Seele denken und wir uns im Urlaub körperlich erholen und auch unseren Geist mit neuen Eindrücken und Erfahrungen beleben und erfrischen wollen, dann braucht auch unsere Seele Erholung oder Erfrischung, unser Glaube braucht neue Nahrung.

So kann Urlaub auch die Zeit sein, um über Gott und die Welt und vor allem über „Ich und Gott“ nachzudenken: Mal wieder in die Bibel schauen – ich empfehle eine moderne Übersetzung wie „Hoffnung für alle“ – oder im Internet  anklicken  und den 23. Psalm lesen oder den 134., oder im Matthäusevangelium das 5. Kapitel, die Bergpredigt, oder den „Verlorenen Sohn“ im 15. Kapitel des Lukasevangeliums. 

Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit, einen Gottesdienst zu besuchen oder in einer Kirche eine Kerze anzuzünden und eine halbe Stunde einfach still sitzen zu bleiben. Gott ist schon da und wartet auf uns – überall.

Vielleicht wagen wir uns ein Gebet „Lieber Gott, jetzt bin ich hier. Ich weiß eigentlich nicht, was ich sagen soll und wie ich beten kann. Sei bei mir, hilf mir und beschütze mich! Ich suche Dich, lass Dich finden!“ Oder, wenn Sie keine Scheu haben, sprechen Sie ein Gebet für andere, die es nötig haben.

Übrigens hat Jesus Christus die religiöse Sehnsucht des Menschen nach Gott und einem erfüllten, gelingendem Leben einmal mit einem großen Durst verglichen, der sich nicht mit herkömmlichen Mitteln – also mit Wasser - löschen lässt. Dieser Lebensdurst lässt sich auch im Urlaub nicht durch Ausschlafen, Sonnen, Baden und Spielen stillen.

Jesus meinte, wir sollten unsere religiöse Seite ernst nehmen und sie nicht „vertrocknen“  lassen. „Wasser des Lebens“ nennt er das, was Menschen im Glauben und in der Begegnung mit Gott bekommen können, ein Energy-Drink gewissermaßen, der nachhaltig wirkt.

Wäre das schön, sich jetzt körperlich erholen, geistig erfrischen und dem lieben Gott neu begegnen.

Beitrag von Beate Stecher