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08.04.2015 Kategorie: Vorsfelde - Gemeinde

Konfirmation

Zur Geschichte der Konfirmation

„Konfirmation“ kommt von dem lateinischen Wort „confirmatio“, was so viel wie „Bestätigung, Festigung“ bedeutet. Aber das Fest, seine Tradition, seine Bedeutung: Woher rührt das eigentlich? Seit wann gibt es die Konfirmation? Wer hat sie erfunden und wofür steht sie?

Den Grundstein für die Konfirmation legte ein evangelischer Theologe names Martin Bucer (1491-1551). Er entwickelte „das Modell“ der Konfirmation, durch die sich Jugendliche einerseits an ihre Taufe als Kinder erinnern sollen. Anderseits sollen sie ihre Zugehörigkeit zum christlichen Glauben bekennen.

Martin Luther (1483-1546) hingegen hat  Konfirmation oder Firmung abgelehnt, da die Taufe seiner Ansicht nach keiner weiteren Ergänzung bedurfte. Er entwickelte statt dessen einen Katechismus zu den Grund-fragen christlichen Glaubens. Dies sollte eine Hilfe für die regelmäßige häusliche Andacht sein.
Das Konfirmationsmodell von Martin Bucer hatte die Kindertaufe zur Grundlage und die Konfirmation war schon zur damaligen Zeit die persönliche Taufbestätigung.

Die evangelische Konfirmation umfasste sechs wesentliche Punkte:
*     Erinnerung an die Taufe
*     Prüfung über die Hauptstücke der christlichen Lehre
*     Bekenntnis der Konfirmanden
*     Handauflegung
*     Fürbitte
*     Zulassung zum Abendmahl

Erst im 18. Jahrhundert allerdings konnte sich die Konfirmation richtig durchsetzen. Das persönliche Bekenntnis zum Glauben rückte vermehrt in den Vordergrund.
In den meisten evangelisch-lutherischen Kirchen findet die Konfirmation im Alter von 13-14 Jahren statt.

Heutzutage gibt es verschiedene Modelle für den Konfirmandenunterricht.
Der ehemalige Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber schreibt 2008 über die Konfirmandenarbeit: „Es ist ein kostbares Gut, wenn Konfirmandinnen und Konfirmanden in unseren Kirchengemeinden Geborgenheit erfahren und Lieder, Texte und liturgische Formen in Besitz nehmen können, die ihnen selbst zum Leben helfen.“

Viele Elemente der Ursprungsidee der Konfirmation gelten also noch heute. Konfirmandeninnen und Konfirmanden sollen Grundlagen lernen, Gemeinschaft erleben und Gottes Zusage spüren:
„Du bist gesegnet“.

Konfirmation 1938: Mädchen auf den Weg zur St. Petrus-Kirche.