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12.03.2012 Kategorie: Vorsfelde - Gemeinde

Kirchenvorstandswahl am 18. März 2012

Aus den Geschichtsbüchern

Am Sonntag, 18. März 2012 werden in den Evangelisch-lutherischen Landeskirchen in Braunschweig, Hannovers und Schaumburg-Lippe sowie in der Evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg neue Kirchenvorstände gewählt.
Dies hat eine lange Tradition. Schon seit dem späten Mittelalter gibt es in den Städten Kirchengemeinden, in denen freie Bürger als „Älteste", „Kirchenjuraten" oder „Provisoren" das Kirchenvermögen verwalteten und auch das Recht erwerben konnten, einen Pfarrer zu berufen. Seit der Reformation fiel ihnen dann die Aufgabe zu, den kirchlichen Grundbesitz zu verpachten und den Bauzustand der Kirche, Küsterei und der Schule zu überwachen. Außerdem wurde zusätzlich das Amt des „Diakons" geschaffen, der das Vermögen verwaltete, das für die Armen gestiftet war. Nach der bürgerlichen Revolution im Jahr 1848 wurden die Ämter der Vorsteher, Provisoren und Armenvorsteher durch einheitlich organisierte Kirchenvorstände ersetzt. Um noch mehr Beteiligungsrechte durchzusetzen, sollten sie von der Gemeinde gewählt werden. Frauen und Leute ohne Besitzstand hatten allerdings noch kein Wahlrecht. Das änderte sich erst 1922 nach der endgültigen Trennung von Staat und Kirche. Es wurde eine „Kirchenverfassung" verabschiedet. Vor allem das Wahlrecht wurde geändert: Für die Kirchenvorstandswahlen galten nun die Grundsätze: allgemein – gleich – geheim – unmittelbar. Jedes Mitglied der Kirchengemeinde durfte wählen, Unterschiede aufgrund von Geschlecht, Besitz oder Stand wurden nicht mehr gemacht. Der Kirchenvorstand ist heute das zentrale Gremium der Kirchengemeinde, denn er trägt die Verantwortung für die Gestalt des kirchlichen Lebens in der Gemeinde vor Ort. Der Theologieprofessor Karl-Fritz Daiber stellt dazu fest: „Kirche ist keine Sache von bezahlten Amtsträgerinnen oder Amtsträgern. Kirche geschieht im Prozess des Zusammenwirkens der verschiedenen Gemeindeglieder". Das Motto der Kirchenvorstandswahl 2012 lautet: Gemeinde stark machen! Mehr Informationen zur Wahl 2012.

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